Börse Düsseldorf

28.11.18
Finanzmanagement

Die deutsche Städteanleihe feiert Premiere

Fünf Städte aus drei Bundesländern und eine gemeinsame Anleihe: Die erste „Deutsche Städteanleihe“ ist bei Investoren auf ausgezeichnete Resonanz gestoßen.

Erstmals haben Kommunen aus mehreren Bundesländern gemeinsam eine Anleihe emittiert. Die zehnjährige Anleihe, die als „Deutsche Städteanleihe Nr. 1“ an den Markt gegangen ist, hat ein Volumen von 200 Millionen Euro, das sich auf die NRW-Städte Bochum (50 Millionen) und Essen (55 Millionen) sowie auf die Debütanten Saarbrücken (55 Millionen), Emden (25 Millionen) und Celle (15 Millionen) verteilt.

Die Emittenten hatten sich im Vorfeld darauf verständigt, das Volumen auch bei guter Nachfrage nicht aufzustocken („no grow“) – die Möglichkeit dazu wäre durchaus gegeben gewesen, das Orderbuch war mit gut 336 Millionen Euro deutlich überzeichnet. Nicht nur bei deutschen Investoren – in erster Linie Banken und Sparkassen – ist die Städteanleihe auf großes Interesse gestoßen, sondern auch im Ausland: Offiziellen Angaben zufolge entfallen 14 Prozent des Ordervolumens auf ausländische Geldgeber.

Großes Investoreninteresse an Städteanleihe

Auch ansonsten dürfen die Kommunen und das Konsortium die Emission als Erfolg verbuchen: Der Kupon beträgt 1,0 Prozent, der Spread wurde bei 20 Basispunkten über Midswap fixiert, nachdem die erste Indikation noch bei „Mid 20s“ gelegen hatte. Die Konditionen sind damit noch einmal besser als bei den letzten kommunalen Anleihen, die ebenfalls über zehn Jahre laufen und auf dem Midswap bepreist wurden: Die sechste NRW-Gemeinschaftsanleihe aus diesem Frühjahr war mit einem Spread von MS+24 gestartet; vor gut einem hatte die Stadt Ludwigshafen ihre zweite Anleihe mit MS+22 emittiert.

Die Transaktion wurde von der DekaBank, der HSBC, der NordLB und der UniCredit begleitet. Die Anleihe wird an den Börsen in Düsseldorf und Hannover gehandelt.

s.nitsche(*)derneuekaemmerer(.)de

Mehr zur ersten Deutschen Städteanleihe lesen Sie in der DNK-Ausgabe 4/2018, die am 14. Dezember erscheint.

Mehr zu kommunalen Transaktionen finden Sie außerdem auf der DNK-Themenseite Alternative Finanzierungen.