Die Stadt Leverkusen hat die Aufgaben von Stadtkämmerer Michael Molitor vorübergehend delegiert, nachdem dieser vor wenigen Tagen bei einem Autounfall verletzt worden ist. Andrea Deppe und Marc Adomat werden Molitor voraussichtlich bis Mitte August vertreten, teilt die Stadt mit. Deppe ist Beigeordnete der Stadt und leitet das Dezernat V „Planen und Bauen“, Adomat ist Beigeordneter sowie Stadtdirektor und verantwortlich für das Dezernat IV „Bildung, Jugend und Sport“. Beide fungieren laut Organisationsplan auch als offizielle Vertreter Molitors.
Man habe sich auf diese Interimslösung verständigt, um in finanziell herausfordernden Zeiten einen „lückenlosen und vollumfänglichen Dienstbetrieb“ der Kämmerei und der dazugehörigen Fachbereiche zu gewährleisten. „Die Haushaltskrise ist eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam schaffen können. Als Verwaltungsvorstand tragen wir Verantwortung gegenüber der Stadt. Es ist daher unsere Pflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und eine Selbstverständlichkeit, Herrn Stadtkämmerer Molitor zu unterstützen und seine Aufgaben bis zu seiner Rückkehr zu übernehmen. Wir wünschen ihm auch auf diesem Weg gute Besserung“, heißt es in einer Erklärung des Verwaltungsvorstands der Stadt.
Kämmerer bei Autounfall leicht verletzt
Molitor war Ende Juni mit seinem Auto von einer Landstraße im Rheinisch-Bergischen-Kreis abgekommen, der Wagen überschlug sich in der Folge. Molitor wurde dabei leicht verletzt. Laut Polizeimeldung könnte ein Sekundenschlaf zu dem Unfall geführt haben. Der Kämmerer befindet sich nach Informationen der Stadt auf dem Weg der Besserung.
Michael Molitor ist seit Juli 2021 Stadtkämmerer von Leverkusen. Er hatte zu diesem Zeitpunkt die Verantwortung für das neu zugeschnittene Dezernat „Finanzen und Digitalisierung“ übernommen. Zum 1. Juli dieses Jahres hat Oberbürgermeister Uwe Richrath den Fachbereich Digitalisierung allerdings in sein eigenes Dezernat verlegt, um den Kämmerer bei der Bewältigung der Haushaltskrise zu entlasten, wie die Stadt Mitte Juni mitgeteilt hat. Diese Regelung gelte zunächst bis zum Jahresende. Danach solle über eine finale Zuordnung des Fachbereichs Digitalisierung entschieden werden.
s.doebeling@derneuekaemmerer.de
Dr. Sarah Döbeling ist gemeinsam mit Vanessa Wilke Chefredakteurin der Zeitung „Der Neue Kämmerer“. Sarah Döbeling hat Rechtswissenschaften in Kiel studiert und zu einem konzernrechtlichen Thema promoviert. Im Anschluss an ihr Volontariat bei der F.A.Z. BUSINESS MEDIA GmbH war sie bis 2015 Redakteurin des Magazins „FINANCE“ und verantwortete zudem redaktionell die Bereiche Recht und Compliance innerhalb von F.A.Z. BUSINESS MEDIA. Nach weiteren Stationen beim Deutschen Fachverlag und in einer insolvenzrechtlich ausgerichteten Kanzlei kehrte Sarah Döbeling im September 2017 in die F.A.Z.-Verlagsgruppe zurück und leitet seitdem die Redaktion der Zeitung „Der Neue Kämmerer“.

