Krisen, neue Aufgaben und knappe Ressourcen erhöhen den Druck auf die kommunale Steuerung spürbar. Entscheidungen müssen schneller, unter größerem Druck und mit den vorhandenen Informationen getroffen werden. Gleichzeitig wird die Debatte über Bürokratieabbau intensiver geführt. Bürokratie ist dabei nicht per se ein Problem. Sie ist vielmehr notwendige Grundlage für rechtssichere, faire und demokratisch legitimierte Entscheidungen. Sie ist aber vom Bürokratismus, der unstreitig zurückgeführt werden muss, klar zu unterscheiden und abzugrenzen. Gleichwohl richtet sich die Kritik zunehmend gegen Zahlen und Berichte allgemein: zu viele Kennziffern, zu viel Aufwand – so lautet häufig die Diagnose. Die naheliegende Schlussfolgerung, zu reduzieren, zu vereinfachen und zu entschlacken, greift jedoch zu kurz.
Wer analog zählt, kann digital nicht steuern
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