Die Stadt Bochum hat eine neue Anleihe an der Düsseldorfer Börse platziert.

Börse Düsseldorf

13.11.20
Finanzmanagement

Stadt Bochum emittiert Rekord-Anleihe

Dem schwierigen Umfeld im Corona-Jahr zum Trotz: Die Stadt Bochum sammelt 250 Millionen Euro am Kapitalmarkt ein – eine größere Anleihe hat bislang keine einzelne Kommune emittiert.

Die Stadt Bochum hat erneut erfolgreich den Kapitalmarkt angezapft und eine zehnjährige Anleihe an der Düsseldorfer Börse platziert. Die Transaktion hat ein Volumen von 250 Millionen Euro und stellt damit die größte kommunale Einzelanleihe dar, die bisher in Deutschland an den Markt gekommen ist.

Bei den Investoren wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen: Offiziellen Angaben zufolge belief sich die Gesamtnachfrage auf 400 Millionen Euro. Gezeichnet wurde das Papier hauptsächlich von deutschen Banken und Sparkassen, zudem fanden sich auch Investoren aus Österreich und Benelux unter den Interessenten. Begleitet wurde die Transaktion von der DekaBank, HSBC Trinkaus & Burkhardt und der UniCredit.

Kämmerin Hubbert: Finanzierung wird einfacher

Die mittlerweile vierte Anleihe der Stadt an der Ruhr zahlt einen Kupon von 0,01 Prozent, der Spread beträgt 23 Basispunkte über Midswap. Die Bochumer Kämmerin zeigte sich nach der Emission zufrieden: „Bochum wird verstärkt als dynamische und attraktive Stadt wahrgenommen. Das zunehmend positive Image der Stadt macht auch die Finanzierung einfacher“, sagte Eva-Maria Hubbert.

Die Bochumer Anleihe ist die erste Kommunalanleihe seit vielen Monaten. Zuletzt hatte die bayerische Landeshauptstadt München Mitte Februar – und damit vor dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle in Deutschland – eine Anleihe aufgelegt. Die konjunkturelle Unruhe hatte sich damals positiv auf die Konditionen ausgewirkt, berichtete Kämmerer Christoph Frey im Gespräch mit DNK.

s.doebeling(*)derneuekaemmerer(.)de

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