Neben dem Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz gehört nun auch Thüringen dem OZG-Verbund Mitte an. Das Bundesland verspricht sich eine erleichterte Nachnutzung von OZG-Leistungen.

Die Deadline für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) rückt näher. Um die Digitalisierung der Verwaltungsleistungen künftig zügiger voranzubringen, ist Thüringen dem OZG-Verbund Mitte beigetreten, wie das Finanzministerium des Bundeslandes mitteilt.

Den Verbund haben die Länder Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz im November vergangenen Jahres gegründet. Die OZG-Umsetzung soll damit arbeitsteilig erfolgen und die Verfahren den anderen Bundesländern zur Verfügung gestellt werden.

Zuvor waren für einzelne Verwaltungsleistungen offenbar jeweils unterschiedliche technischen Lösungen entwickelt worden. Dabei sollte laut einer Anleitung des BMI nach dem Motto “Einer für Alle” (EfA) jedes Land „Leistungen so digitalisieren, dass andere Länder sie nachnutzen können und den Online-Prozess nicht nochmal selbst entwickeln müssen“.

Vereinfachung der Nachnutzung durch OZG-Verbund

„Durch den Beitritt zum OZG-Verbund Mitte versprechen wir uns eine Vereinfachung bei der Nachnutzung von EfA-Leistungen und eine Komplettierung unseres Angebots für Thüringer Kommunen bei der OZG-Umsetzung“, kommentiert Hartmut Schubert, Finanzstaatssekretär und CIO von Thüringen. Hierfür plant das Bundesland wie die anderen Verbundmitglieder künftig die Plattform Civento der ekom21 als zusätzliche Antragsplattform zu nutzen.

Neben der effektiveren Umsetzung der Verwaltungsdigitalisierung ermögliche der OZG-Verbund, im IT-Planungsrat mit einer einheitlichen und stärkeren Stimme zu sprechen, so der rheinland-pfälzische Digitalstaatssekretär und CIO Fedor Ruhose. „Die Bereitstellung von Prozessen und insbesondere die Überlassung an andere ist komplex und wirft viele Fragen auf“, moniert er. Er erhofft sich, mit der bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit die Digitalisierung der Verwaltung zu beschleunigen.

a.jarchau@derneuekaemmerer.de

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