Die Stadt Mannheim hat Schwerpunktkontrollen bezüglich der Maskenpflicht im ÖPNV angekündigt.

Stadt Mannheim

26.08.20
Beteiligungsmanagement

Kampagne soll ÖPNV stärken

Öffentliche Verkehrsmittel leiden noch immer unter dem Fahrgastschwund, den die Coronapandemie mit sich brachte. Verkehrsunternehmen starten deutschlandweit eine gemeinsame Kampagne, um den ÖPNV zu stärken. Für die kommunalen Spitzenverbände sind Busse und Bahnen gar systemrelevant.

Unter dem Motto „#BesserWeiter“ starten die Verkehrsunternehmen eine gemeinsame Kampagne, um den öffentlichen Personennahverkehr zu fördern. „Mit unserer Kampagne sensibilisieren und informieren wir, wie Verkehrsunternehmen und Fahrgäste in der Coronapandemie besser weiter kommen – selbstverständlich nur mit Maske“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in der vergangenen Woche bei einer Pressekonferenz in Berlin. Dabei wurde die Kampagne, die von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden unterstützt wird, vorgestellt.

Konsequent gegen Maskenverweigerer

Derzeit zählen die Verkehrsunternehmen durchschnittlich nur 60 bis 70 Prozent ihres üblichen Fahrgastaufkommens. In der Phase des Lockdowns im zwischen März und April waren es nur noch etwa 20 Prozent. Die Zahlen nähern sich nur langsam dem üblichen Niveau an. Zwar mieden Pendler und Gelegenheitsnutzer den ÖPNV, da sie ein höheres Ansteckungsrisiko befürchteten. Doch es gebe „kein wissenschaftlich nachgewiesenes erhöhtes Infektionsrisiko in den öffentlichen Verkehrsmitteln“, heißt es in der Pressemeldung zur Kampagne.


„Wir wollen das Vertrauen in den ÖPNV mit den Maßnahmen zum Gesundheitsschutz wieder stärken“, sagt Scheuer. Bus und Bahn seien auch in der Coronakrise „klimafreundliche, zuverlässige und vor allem sichere“ Verkehrsmittel. Indes sei die Einhaltung der Hygieneregeln wesentlich. „Gegen Maskenverweigerer werden wir gemeinsam mit Polizei und Ordnungsämtern konsequent vorgehen“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Oliver Wolff. 

Kommunen unterstützen Kampagne

Die kommunalen Spitzenverbände wie der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützen das Engagement für den ÖPNV. Der ÖPNV sei „systemrelevant“, unterstreicht DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Dies gelte sowohl für das Alltagsleben der Menschen, als auch für politische Ziele wie die Verkehrswende oder den Klimaschutz. Dafür fordert er „gemeinsame Investitionen von Bund, Ländern, Kommunen und Verkehrsunternehmen in die Infrastruktur, moderne Fahrzeuge, Digitalisierung und mehr Komfort“.

Schwerpunktkontrollen in Mannheim

Derweil richtet sich in vielen deutschen Städten der Fokus auf den ÖPNV, was Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht und der Hygieneregeln betrifft. Mannheim teilte vor wenigen Tagen mit, Verstöße dagegen konsequent ahnden zu wollen. Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht werde ein „Bußgeld von mindestens 100 Euro“ fällig. Für ÖPNV-Linien und stark frequentierte Haltestellen kündigte die Neckarstadt intensive Kontrollen an.

Darüber hinaus engagiert sich die Stadt schon seit Monaten mit einer lokalen Kampagne für den ÖPNV. Diese informiert über die Coronaregeln. Neben Informationen an Haltestellen, in den Fahrzeugen und im Web laufen in Bussen und Bahnen regelmäßige Bandansagen ab.

a.erb(*)derneuekaemmerer(.)de

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