Soll bei der OZG-Umsetzung helfen: Der neue Servicestandard des BMI.

BMI

06.07.20
Prozessmanagement & IT

BMI präsentiert OZG Standard

Für die OZG-Umsetzung hat das BMI einen einheitlichen Servicestandard geschaffen. Die darin empfohlenen Richtlinien und Qualitätsprinzipien sollen auch Kommunen bei der Entwicklung digitaler Verwaltungsangebote unterstützen.

Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) soll jetzt standardisiert werden. Wie das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) mitteilt, definiert der neu entwickelte Servicestandard Qualitätsprinzipien und stellt das Thema Nutzerorientierung an erste Stelle.

Die neuen Qualitätsprinzipien sind demnach als Empfehlungen zu verstehen, die einen Orientierungsrahmen sowie „positive Anreize für eine freiwillige Selbstüberprüfung“ bieten sollen. „Mit dem Servicestandard bieten wir eine wichtige Handreichung, um die Digitalisierungsprozesse nach einheitlichen Qualitätskriterien auszurichten“, so Bundes-CIO Markus Richter.

Servicestandard ist ein „lebendes Dokument“

Der Servicestandard umfasst sechs Kategorien: Neben der Nutzerzentrierung, dem Vorgehen und der Zusammenarbeit, soll er auch die digitalen Angebote (Offenheit), den technischen Betrieb und das Wirkungscontrolling vereinheitlichen.

Dabei handelt es sich laut BMI um ein sogenanntes lebendes Dokument. Die veröffentlichte Betaversion des Servicestandards solle mithilfe wachsender Praxiserfahrungen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Hierfür würde Nutzerfeedback die Grundlage bieten, die inhaltliche Fortschreibung des Servicestandards begleite ein Expertengremium.

Kommunen müssen Dienstleistungen digitalisieren

Wie das BMI mitteilt, fußt der Kriterienkatalog bisher auf einem Vorschlag des Nationalen Normenkontrollrats, der für die Digitalisierung der OZG-Leistungen adaptiert wurde. In diesem Kontext erweitere er das Reifegradmodell, das die Anforderungen aus dem OZG abbildet.

Die Anforderungen des OZG richten sich vor allem an die Kommunen. Das Gesetz verpflichtet zwar Bund und Länder dazu, alle Verwaltungsleistungen bis Ende des Jahres 2022 online anzubieten. Zuständig für den Vollzug der meisten Verwaltungsleistungen, die nun digitalisiert werden müssen, sind in Deutschland allerdings die Kommunen.

alexandra.jarchau(*)frankfurt-bm(.)com

Das komplette Poster vom BMI zum Servicestandard für die OZG-Umsetzung finden Sie hier.

Mehr zum Thema erfahren Sie auf den DNK-Themenseiten Onlinezugangsgesetz und Digitale Verwaltung.