Das Hessische Kabinett hat die Chefvolkswirtin der Förderbank KfW, Fritzi Köhler-Geib, für den Vorstand der Bundesbank nominiert. Bei der vakanten Position der Bundesbank hat das Bundesland das Vorschlagsrecht, wie die Hessische Staatskanzlei mitteilt.
Demnach soll Köhler-Geib bereits in der ersten Sitzung des Finanzausschusses des Bundesrates nach der Sommerpause bei der Bundesbank vorgeschlagen werden. Erwartet werde, dass sie in der darauffolgenden Sitzung des Bundesrates berufen werden könne.
Ministerpräsident Rhein: „Ideale Besetzung für den Vorstand der Bundesbank“
„Ich freue mich sehr über die Zusage von Frau Dr. Köhler-Geib und bin überzeugt, dass sie in ihrer neuen Rolle maßgeblich zur Stabilität und Weiterentwicklung des deutschen Finanzsystems beitragen wird“, kommentiert Hessens Ministerpräsident Boris Rhein die Personalie in der Mitteilung der Staatskanzlei. Ihr tiefes Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und ihre analytischen Fähigkeiten machten sie zu einer idealen Besetzung für den Vorstand der Bundesbank.
„Bald wird der Vorstand der Bundesbank wieder komplett sein – und Hessen bereichert ihn mit einer herausragenden Fachfrau,“ kündigte Hessens Finanzminister Alexander Lorz die Personalie vor wenigen Tagen auf LinkedIn an.
KfW-Chefvolkswirtin wird eine „Bereicherung für die Bundesbank“
Auch die KfW zeigt sich in einem Statement anlässlich der Nominierung ihrer Chefvolkswirtin erfreut. Mit ihrer nationalen und internationalen volkswirtschaftlichen Expertise und Erfahrung werde sie eine Bereicherung für die Bundesbank sein. „In den knapp fünf Jahren bei der KfW hat Frau Dr. Fritzi Köhler-Geib die ökonomische Abteilung deutlich weiterentwickelt und mit ihrem sicheren Gespür für Trends und Themen wichtige Akzente nach innen und außen gesetzt.“
Fritzi Köhler-Geib blickt laut Informationen der KfW, bei der sie seit November 2019 Chefvolkswirtin ist, auf über 20 Jahre Erfahrung bei der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und im Finanzsektor. Vor ihrer Zeit bei der Förderbank war sie seit 2017 Chefvolkswirtin für Zentralamerika bei der Weltbank. Regionale Schwerpunkte ihrer wirtschaftspolitischen Beratungstätigkeit und volkswirtschaftlichen Forschung liegen in Deutschland, Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika.
Seit ihrer Zeit bei der KfW kommentiert sie für diese Zeitung unter anderem regelmäßig die Ergebnisse des KfW-Kommunalpanels, gibt Impulse für Diskussionen, etwa bei der Fachbeiratssitzung von Der Neue Kämmerer im vergangenen Jahr oder beim Bayerischen Kämmerertag 2020.
Anne-Kathrin Meves ist Redakteurin der Zeitung „Der Neue Kämmerer“. Nach dem Studium der Anglistik, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften (M.A.) hat sie ein Volontariat beim Deutschen Fachverlag in Frankfurt am Main absolviert. Danach wechselte sie 2011 als Redakteurin zu Frankfurt Business Media, dem FAZ Fachverlag. Zunächst schrieb sie dort für die Magazine „FINANCE“ und „Der Treasurer“. 2018 wechselte sie in das Redaktionsteam von „Der Neue Kämmerer“.

