Der Kämmerer der Landeshauptstadt Wiesbaden stellt sich nicht erneut zur Wahl. Axel Imholz zieht sich Ende August 2023 aus der Stadtpolitik zurück.

Axel Imholz, Kämmerer der Landeshauptstadt Wiesbaden, hat am gestrigen Mittwoch überraschend seinen Rückzug aus der Stadtpolitik angekündigt. Der 57-Jährige wird sich zum Ende seiner noch laufenden Amtszeit nicht zur Wiederwahl stellen, bestätigt er auf Nachfrage von DNK.

34 Jahre in der Wiesbadener Stadtpolitik aktiv

„Mit dem Ende meiner zweiten Amtszeit am 31. August werde ich ehren- und hauptamtlich 34 Jahre in der Wiesbadener Stadtpolitik engagiert gewesen sein“, resümiert er seine Zeit in der Landeshauptstadt. Mit Blick auf das große Aufgabenspektrum als Kämmerer, Kultur- und Schuldezernent, die damit auch in Zukunft verbundenen Herausforderungen und seine „knapper werdenden persönlichen Energiereserven“, sei Imholz zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verpflichtung für weitere sechs Jahre für ihn nicht vertretbar sei. Pläne für die Zeit danach gebe es keine.

„Die Entscheidung von Axel Imholz löst bei mir im wahrsten Sinne gemischte Gefühle aus“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende in einer Mitteilung vom Mittwoch. Im Vordergrund stünden Dankbarkeit und Respekt für sein jahrzehntelanges politisches Engagement für die Landeshauptstadt Wiesbaden, für seine erfolgreiche Bilanz als Kämmerer, Kultur- und Sozialdezernent und vor allem für die kollegiale und zugewandte Zusammenarbeit. „Und genau aus all den genannten Gründen empfinde ich zugleich großes Bedauern über das absehbare Ausscheiden von Axel Imholz aus dem hauptamtlichen Magistrat.“

Kämmerer Imholz hinterlässt „schwer zu schließende Lücke“

Für Imholz‘ „sehr persönliche Entscheidung“ habe Oberbürgermeister Mende „selbstverständlich jedes Verständnis“. Dennoch sei es schon jetzt absehbar, dass Imholz’ Ausscheiden eine schwer zu schließende Lücke verursachen werde.

Imholz, der in Mainz Publizistik, Politikwissenschaft und Deutsche Philologie studiert hatte, ist seit Juli 2013 Stadtkämmerer der Landeshauptstadt Wiesbaden. Seit April 2017 hat er parallel dazu auch die Ämter des Schul- und Kulturdezernenten inne. Zuvor war Imholz unter anderem Sozial- und Gesundheitsdezernent. 2006 wurde er für die SPD in das Stadtparlament gewählt. Eigenen Angaben zufolge saß Imholz bereits von 1989 bis 1997 im Wiesbadener Stadtparlament – damals als jugendpolitischer Sprecher der SPD-Stadtverordnetenfraktion.

ak.meves@derneuekaemmerer.de

Info

Mehr über Axel Imholz erfahren Sie bei der Kämmerer-Wahl, zu den beruflichen Wechseln von Kämmerinnen und Kämmerern geht es auf der Themenseite Kämmerer-Wechsel.

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