Rüdiger Schneidewind hat sich mit der Stadt Homburg auf einen Vergleich geeinigt. Demnach übernimmt der suspendierte Oberbürgermeister einen Teil der Kosten für den Detektiveinsatz selbst.

Der mittlerweile suspendierte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind hat einen Vergleich mit der Stadt Homburg geschlossen. Am Freitag hat darüber der Stadtrat in einer nicht öffentlichen Sitzung entschieden, wie ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage von DNK bestätigte. 

In der sogenannten Detektiv-Affäre war Schneidewind Ende Januar vom Landgericht Saarbrücken zu einer Geldstrafe von 10.800 Euro verurteilt worden. Er hatte ein Detektivbüro engagiert, um Mitarbeiter des städtischen Bauhofs zu überwachen – DNK berichtete. Hinweise auf illegale Aktivitäten wurden jedoch nicht entdeckt. Schneidewind wurde Untreue vorgeworfen, da er die Detektei zu marktunüblich hohen Preisen beauftragt hatte.    

OBM übernimmt Kosten für Detektiveinsatz

Der Oberbürgermeister zahlt nun laut eines Berichts des Saarländischen Rundfunks von den 230.000 Euro Gesamtkosten für den Detektiveinsatz offenbar 81.000 Euro aus eigener Tasche. 125.000 Euro werden von der Versicherung gezahlt, 25.000 Euro übernimmt die Stadt. Der Stadtsprecher teilte mit, dass „diese Angaben mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig sind“. Genaue Angaben könne er jedoch nicht machen, da über die Details des Vergleichs in nicht öffentlichen Teilen der Stadtratssitzung entschieden wurde. 

Wie es nun beruflich in Homburg für den mittlerweile suspendierten OBM weiter geht, ist derzeit noch offen. Öffentlich hat sich Schneidewind bislang nicht geäußert. Vermutet wird in Homburg, dass ein Abwahlverfahren, wie von der CDU-Fraktion im Stadtrat gefordert, in Gang gesetzt wird.  

ak.meves(*)derneuekaemmerer(.)de

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