Das Bundesinnenministerium hat die Gewinnerkommunen der dritten Staffel des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ bekanntgegeben. 94 Kommunen hatten sich um die Fördermittel erworben, 28 davon wurden ausgewählt. Insgesamt umfasst das Förderprogramm ein Volumen von 820 Millionen Euro. Für die Projekte der dritten Staffel stehen 300 Millionen Euro zur Verfügung.
Programm fördert „Smart City“ als Stadtstrategie
Unter den Gewinnern sind die Städte Bochum, Detmold, Dresden, Einbeck, Guben, Halle (Saale), Hannover, Hildesheim, Kempten (Allgäu), Konstanz, Linz am Rhein, Mühlhausen/Thüringen, Münster, Oberhausen, Pforzheim, Potsdam, Regensburg, Wuppertal und Würzburg. Zudem wurden die Landkreise Gießen, Hameln-Pyrmont, Höxter, Kusel, Schleswig-Flensburg und Vorpommern-Greifswald als Gewinner ausgewählt. Darüber hinaus werden Projekte aus der Gemeinde Ringelai und der Metropolregion Rhein-Neckar gefördert.
Das Programm „Modellprojekte Smart Cities“ fördert nicht einzelne digitale Anwendungen, sondern innovative Smart-City-Projekte, die prägend für die jeweilige Stadtstrategie sind. Dabei zielt es darauf ab, dass einzelne Maßnahmen auch in anderen Städten anwendbar und damit skalierbar sind.
Lösungen für die digitale Zukunft der Stadt
Mit seinem Konjunkturpaket gegen die Coronakrise hatte der Bund das Programm erweitert. Die dritte Staffel steht unter der Überschrift „Gemeinsam aus der Krise: Raum für die Zukunft“. Dabei legt sie einen Schwerpunkt auf Projekte, die dazu angelegt sind, typische Merkmale der europäischen Stadt in die digitale Zukunft zu überführen und entsprechende Lösungen dafür aufzeigen.
Die ersten beiden Wettbewerbsstaffeln liefen 2019 und 2020. Darin werden bereits 45 Kommunen gefördert. Die Förderung läuft über die KfW.
Info
Andreas Erb ist Redakteur im Public Sector des F.A.Z.-Fachverlags. Er arbeitet insbesondere an der Weiterentwicklung der Plattform #stadtvonmorgen und berichtet dabei vorwiegend über urbane Transformationsprozesse. Für die Redaktion von „Der Neue Kämmerer“ beleuchtet er diese Themen aus Perspektive der Kommunalfinanzen. Seit 1998 ist der Kulturwissenschaftler als Journalist und Autor in verschiedenen Funktionen tätig, seit 2017 als Redakteur im F.A.Z.-Fachverlag.

