Die Kommunen verlangen von der nächsten Bundesregierung ein Sofortprogramm, um 100.000 Solardächer auf öffentliche Gebäude zu bauen. Die Regierung müsse dafür fünf Milliarden Euro bereitstellen.

Städte und Gemeinden fordern von der nächsten Bundesregierung ein Sofortprogramm, um insgesamt 100.000 Solardächer auf öffentlichen Gebäuden zu installieren. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa bräuchten die Kommunen für dieses Vorhaben fünf Milliarden Euro. Die Solaranlagen könnten auf Verwaltungsgebäuden, Kitas, Sportstätten und dem kommunalen Wohnungsbestand eingerichtet werden.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) Gerd Landsberg sagte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „In diesem Jahr werden die Klimaziele im Gebäudesektor und in weiteren Sektoren nicht erreicht, dabei gibt es gerade im Bereich der kommunalen Liegenschaften ein riesiges Potenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist.“ Den Kommunen fehle allerdings das Geld für den Bau von Solardächern. Laut einer Mitteilung des DStGB haben die Kommunen insgesamt schon jetzt einen Investitionsrückstand von 149 Milliarden Euro.

Kommunen als Vorbild

Laut Landsberg könnten die Kommunen einerseits Vorbilder für private Eigenheimbesitzer und die Wirtschaft sein. Andererseits könne der Bau von Solardächern einen Beitrag zur Stärkung des Handwerks und der lokalen Wirtschaft leisten.

Schon im Jahr 1999 gab es ein 100.000-Dächer-Programm der Bundesregierung, um den Ausbau von Photovoltaik zu fördern. Damals wurden vor allem Anlagen auf privaten Hausdächern bezuschusst. Der Bau von Solardächern ist auch ein Wahlkampf-Thema: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich Ende Juli für mehr Solardächer auf öffentlichen Gebäuden ausgesprochen. Die Grünen in NRW befürworten eine Solarpflicht für kommunale Gebäude.

eva.brendel@faz-bm.de

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