Die Kasse Hamburg ist zu einer zentralen Digitalfabrik für die Hansestadt geworden. Im Coronajahr 2020 hat sich der zur Finanzbehörde gehörende Landesbetrieb zu einem „unverzichtbaren und hocheffizienten Dienstleister für Behörden und Bezirke entwickelt“, sagt Finanzsenator Andreas Dressel in der Mitteilung der Hamburger Finanzbehörde anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Kasse am Montag.
In der Corona-Pandemie seien die Fähigkeiten der Kasse Hamburg von „herausragender Wichtigkeit“. So habe sie unter anderem eine Software für das Pandemiemanagement, den Hamburger Pandemie Manager (HPM) auf Basis eines bestehenden Softwarebaukastensystems, entwickelt und in allen Hamburger Gesundheitsämtern eingeführt. Mittlerweile seien über eine halbe Millionen Menschen im Rahmen des Pandemiemanagements mit dieser Software betreut worden.
Kasse unterstützt bei Förderprogrammen
Seit November 2020 betreibt der landeseigene Dienstleistungsbetrieb laut Mitteilung zudem für die direkte Pandemiebekämpfung die Zentrale Unterstützung Kontaktnachverfolgung in Wandsbek. Darüber hinaus hilft die Kasse Hamburg auch mittelbar, beispielsweise bei der Umsetzung bundesfinanzierter Förderungen und verschiedener Hamburger Förderprogramme.
„Die Kasse hat ihre Kernaufgaben im Bereich des Zahlungsverkehrs, der Buchhaltung und der Vollstreckung auch unter den schwierigen Umständen der Pandemie zuverlässig erfüllt“, fasst der Finanzsenator die Arbeit des Landesbetriebes zusammen.
Die Kasse Hamburg wurde 2005 aus der Kernverwaltung ausgegliedert und kurze Zeit später in die Form eines Landesbetriebs überführt. Ab 2013 entwickelte sich der Landesbetrieb laut Finanzbehörde zu einer verwaltungsinternen Digitalfabrik.
Info
Anne-Kathrin Meves ist Redakteurin der Zeitung „Der Neue Kämmerer“. Nach dem Studium der Anglistik, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften (M.A.) hat sie ein Volontariat beim Deutschen Fachverlag in Frankfurt am Main absolviert. Danach wechselte sie 2011 als Redakteurin zu Frankfurt Business Media, dem FAZ Fachverlag. Zunächst schrieb sie dort für die Magazine „FINANCE“ und „Der Treasurer“. 2018 wechselte sie in das Redaktionsteam von „Der Neue Kämmerer“.

